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Theoretische Grundlagen: Trotz des immensen technischen Fortschrittes unserer Gesellschaft ist es bis heute nicht möglich, Gerüche technisch zielgerichtet aufzuspüren. Diese Aufgabe können nur ausgebildete Trümmer- suchhunde übernehmen. Zwar gibt es Ortungsgeräte wie z.B. Herzschlag- und Geräuschdetektoren, jedoch steht deren Gebrauchswert durch die hohe Empfindlichkeit gegenüber anderen Geräuschquellen in keinem Verhältnis zu der Nase eines Hundes. Die Technik ist zudem sehr teuer.
Arbeitsweise: Trümmerrettungshunde werden ausgebildet, um nach Erdbeben, Gasexplosionen oder anderweitig verursachten Schadensereignissen lebende Menschen gezielt zu finden, um eine Bergung zu ermöglichen. Der hierbei durch Spalten dringende Geruch verrät dem Tier den Aufenthaltsort auch bei nur geringen Witterungsspuren. Die Hunde verbellen den Punkt, welcher die höchste Geruchskonzentration enthält, um den möglichst nahesten Ort für eine Bergung zu lokalisieren. Es wird immer ein zweiter Trümmerhund für eine Bestätigungsanzeige hinzugezogen, um eine Fehlanzeige auszuschließen.
Training: Durch ein Rahmenausbildungskonzept, welches über viele Jahre entwickelt wurde, wird der Hund bereits während der ersten Trainingseinheiten an diese schwierigste Form der Rettungshundearbeit herangeführt. Hierbei spielen die Untergrundprägung und die Konditionierung auf den menschlichen Geruch eine große Rolle. Nur bewegungssichere Hunde, welche es gelernt haben, ihre Nase entsprechend einzusetzen, sind brauchbar. Die Trümmersuche ist mit vielen Gefahren behaftet und bedarf einer gründlichen theoretischen Vorbereitung des Hundeführers und der Helfer, um Unfälle zu vermeiden. Aus diesem Grund trainieren wir anfangs in gesicherten Trümmerlagen, um den allein arbeitenden Hund keinen unnötigen Gefahren auszusetzen. Dieser lernt hier die Begehung von Betonplatten, Steinbruchstücken, Spalten und mit Moniereisen enthaltenden Trümmerteilen. Die Helfer werden dann Stück für Stück weiter in den Trümmerberg eingebaut, um den Hund an realistische Einsätze heranzuführen. Leider wird uns auch für das Training der Trümmersuche der Zugang zu vielen interessanten Gebieten im Süden Sachsen-Anhalts verwehrt. Lesen Sie hierzu: [LINK] Nur wenn wir in geeigneten Gebieten trainieren, ist auch eine professionelle Arbeit möglich. Durch die Unterstützung und Hilfestellung der DLRG/DRV Rettungshundestaffel Halle/Saale können wir in diesem Bereich arbeiten.
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